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Einsatz von Laser bei Diabetes

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Einsatz von Laser bei Diabetes
Vortrag von Dr.med.Mahdi Al-Awami, Facharzt für Innere Medizin und Angialogie ( Gefäßkrankheiten ), OA am EKH in Wienam 16. 05. 06

Im wunderschönen Vortragssaal von Fa. Novo Nordisk, mit Blick auf die Staatsoper, folgten die neugierigen BesucherInnen den interessanten Ausführungen von Herrn Dr. Al-Awami, der sich seit 17 Jahren mit der Laserbehandlung beschäftigt. Seine Mutter litt an Diabetes und Polyathrose mit starken Schmerzen, die mit Laser verschwanden. Sein Interesse an dieser relativ neuen Behandlungsmethode (seit 1960) war geweckt, er führt Studien am Wiener AKH durch und wendet die Laserbehandlung in seiner Ordination an.
Heute ist die Lasertherapie ein neues viel versprechendes Gebiet der Medizin.

Was ist Laser eigentlich?

Ein LASER (Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation = ‚Lichtverstärkung durch stimulierte (angeregte) Emission von Strahlung‘) ist eine Lichtquelle, die äußerst reines Licht abgibt, d.h. Licht, das nicht ein ganzes Spektrum, sondern nur eine einzige Wellenlänge hat. Das Licht von einem Laser ist sehr wohlgeordnet, gut organisiert, während Licht von anderen Lampen gänzlich unorganisiert ist. In der Fachsprache sagt man, dass das Laserlicht kohärent ist. Es gibt hunderte verschiedene Sorten von Laser. Sie können in starken oder schwachen Typen hergestellt werden, das Licht kann jede beliebige Farbe haben oder auch unsichtbar sein, der Strahl kann schmal und parallel oder zum Zweck der Divergenz (fächerartiges Ausbreiten der Strahlen) geformt werden.

Medizinischer Laser

  1. Starke Laser, die dazu verwendet werden können, um Gewebe zu schneiden, zu koagulieren oder wegzubrennen. Diese Laser werden oft chirurgische Laser genannt, weil sie das Skalpell des Chirurgen ersetzen können.

  2. Schwache Laser, die zur Stimulierung von Zellfunktionen benutzt werden können. Diese werden oft biostimulierende Laser oder Niederleistungslaser genannt. Deren biologische Wirkung baut nicht - wie die chirurgischen Laser - auf starke Wärmeentwicklung, sondern darauf, dass das reine Licht des Lasers photochemische Reaktionen in den Zellen hervorruft. Weder Sonnen- noch Lampenlicht verursachen dieselben Typen von Reaktionen.

Wie funktioniert die Therapie mit Soft-Laser (schwach, weich)?

Hier handelt es sich um sehr komplizierte Prozesse in Zellen und Geweben. Kurz gesagt wirkt die Laserbehandlung auf die lokale Immunabwehr, den Kreislauf in Blut- und Lymphgefäßen, den Stoffwechsel in den Zellen und auf die Ausscheidung verschiednener Substanzen, z.B. Endorphine und Prostaglandine, die u.a. Schmerzzustände beeinflussen. Dadurch sind keine bzw. weniger Schmerzmittel nötig, was zu besseren Leber- und Nierenwerten beiträgt. Die Laserbehandlung setzt oft Heilprozesse in Gang, hat analgetische = schmerzstillende, entzündungshemmende und immunmodulierende Wirkung, trägt zur Beschleunigung der Wundheilung und Verbesserung der Zirkulation bei.

Chancen der Heilung / Besserung durch Lasertherapie bei:

Herpes, Gürtelrose, Raynaud-Syndrom, Akne, Migräne, Polyneuropathie, chronischen und Phantomschmerzen, Gesichtslähmung, Nervenentzündung, venösen Beingeschwüren, Besenreiservarizen, Wundheilungsstörung, Tinnitus, Hand- und Fußwarzen, empfindlichen Zahnhälsen, Problemen mit Rücken, Nacken, Schultern und Knien, gewissen rheumatischen Beschwerden, Sportschäden, hormonell bedingtem Haarausfall, Psoriasis, Ischias, Narben, Falten, Fersensporn. Nicht alle Patienten reagieren auf Laserbehandlung gleich, in der Regel ist eine Reaktion innerhalb von fünf Behandlungen feststellbar. Manche reagieren stark und rasch, andere benötigen mehrere Behandlungen, ungefähr jeder 10. Patient reagiert nicht oder nur sehr schwach. Der Erfolg hängt auch von der Verwendung des richtigen Lasertyps und guten Kenntnissen des Therapeuten ab.

Ausführlich ging Dr. Al-Awami auf Probleme bei Diabetes ein:
Mit Laser können die durch Polyneuropathie hervorgerufenen Schmerzen, der diabetische Fuß sowie das Karpaltunnelsyndrom gut behandelt werden.
Eindringlich legte uns Dr. Al-Awami die aufmerksame Sorge um unsere Füße (richtige Pflege, Schuhe, Kontrollen) und unsere Gefäße
(regelmäßige Gefäßuntersuchung bei Gefäßspezialisten) ans Herz, um den auch heute noch viel zu häufig auftretenden diabetischen Fuß zu verhindern und andere Spätkomplikationen wie Gefäßverengungen bzw. Gefäßverschlüsse früher zu entdecken.

Abschließend, nach vielen Fragen und Diskussionen, zeigte uns der in Saudi- Arabien geborene Laserexperte sein Lasergerät und die Behandlung mit einer Sonde, die er leicht an die zu behandelnde Stelle drückte (bei offenen Wunden wird die Sonde auf etwas Abstand gehalten). Je nachdem, in welcher Körpertiefe das Problem liegt und wie groß die zu behandelnde Stelle ist, kann die Behandlungsdauer zwischen einigen Sekunden bis zu einer halben Stunde notwendig sein. Eine Behandlung kostet in der Regel zwischen   10€ und 70 , je nach der Zeit, die sie in Anspruch nimmt. Die erste Behandlung kostet aufgrund der Aufnahme von Daten und Information sowie der Untersuchung oft mehr.

‚Das Problem der Lasertherapie ist, dass keine pharmazeutischen Unternehmen dahinter stehen‘, beklagte Herr Dr. Al-Awami, dadurch gibt es wenig Geld für die Forschung und auch Anwendung, denn die Lasergeräte sind teuer, auch die Kassen übernehmen (noch) keine Kosten dafür.

Vielen Dank für diesen interessanten Vortrag!

Dr. Helga Grillmayr

Dr. Mahdi AL-AWAMI
FA f. Innere Medizin und Angiologie
2201 Gerasdorf bei Wien
Kapellerfeld West, Halbgasse 20

Tel. : 02246/28370
Mobil: 0699-1922 56 34
e-mail: mahdi.al-awami@aon.at
www.al-awami.at

 

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