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Mediterrane Ernährung bei Diabetes und Metabolischem Syndrom

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Mediterrane Ernährung bei Diabetes und Metabolischem Syndrom

Vortrag von Dr. Karmen ELCIC-MIHALJEVIC
am 2. 10. und 14. 12. 06 bei ADA-BEK Wien-Süd

In der „7-Länder-Studie“ der Keys A, Harward University, 1972, wurde die Anzahl der Herzerkrankungen international verglichen: An der Spitze stand Finnland, gefolgt von USA, Niederlanden und Deutschland. Italien, Jugoslawien, Korfu und Japan liegen absteigend unter 50%. KRETA wies mit ca. 3% eindeutig die wenigsten Herzerkrankungen auf. In der „Lyon Herzstudie“ an 606 Patienten mit einem Herzinfarkt in der Anamnese schnitt die Gruppe mit Kretischer Diät gegenüber der Kontrollgruppe hinsichtlich Herztod und - insuffizienz deutlich besser ab.
Da Herzkreislauferkrankungen in Österreich die Todesursache Nummer 1 und 2/3 der Patienten mit Herzinfarkt und Schlaganfall Diabetiker sind, ist es wichtig zu wissen, was man als Typ 2-Diabetiker mit Metabolischem Syndrom (Diabetes Typ 2 + Bluthochdruck + erhöhte Blutfette = erhöhtes LDLCholesterin und Triglyceride, vermindertes HDL-Cholesterin, Übergewicht - Bauchfett) tun kann, um diesem hohen Risiko vorzubeugen:

 

BEWEGUNG ist die wichtigste Maßnahme, auch wenn es vielen schwer fällt. Verwechseln Sie es nicht mit Leistungssport und beginnen Sie in kleinen Schritten. Wie Sportmediziner Prof. Dr. Haber in einer großen Studie gezeigt hat, bessern Ausdauer- und Muskelaufbautraining in Kombination die gefährlichen Werte deutlich.

Wiener Gesundheits-Sportclub von Otto Stopperl Fodrek, ASKÖ - Diabetes fit auf der Schmelz.

GESUNDE ERNÄHRUNG
Wie leben die Kreter?
Sie essen am meisten Kohlenhydrate (Brot, Reis, Couscous, Polenta oder anderes Getreide und Kartoffeln), täglich viel frisches Obst und frisches Gemüse, Bohnen oder andere Hülsenfrüchte, Nüsse, (Schaf- oder Ziegen-) Käse und Joghurt, verwenden als Fett Olivenöl und trinken zum Essen Rotwein.

Einige Male pro Woche essen sie Fisch, Geflügel, seltener rotes Fleisch, Eier und Süßigkeiten. Im Vergleich zu den anderen Mittelmeerländern essen sie viel mehr Obst.

Außerdem bewegen sie sich regelmäßig bei der Arbeit oder beim Sport.

 

In Kürze zusammengefasst die wichtigesten Empfehlungen von Dr. Elcic- Mihaljevic:

 

FETTE:

Essen Sie so fettarm wie möglich und verwenden Sie die richtigen Fette:

Oliven-, Raps-, Walnuss- und Leinöl sowie bestimmte Fische haben einen hohen Anteil an Ω-3-Linolsäuren, welche die Blutgefäße erweitern, den Blutdruck senken, das Blut „verdünnen“, Entzündungen hemmen und so der Herzkrankheit vorbeugen - im Gegensatz zur Ω-6-Linolsäure, die in Maiskeim-, Distel-, Sonnenblumenöl,Margarine, Frittieröl, Fleisch, Eiern, Käse und Schweineschmalz enthalten ist und eher schädigend wirkt.

Vermeiden Sie die schädlichen Transfette - meistens in Fertigprodukten: Kuchen, Backwaren, Fastfood, frittierter Ware.

KOHLENHYDRATE

in langsam resorbierbarer Form (Vollkorn, Ballaststoffe) vermindern den raschen Blutzuckeranstieg und die Insulinausschüttung.

Essen Sie viel Gemüse, frisches Obst, und Vollwertkost, auch Nüsse in Maßen (fett! - Regelmäßiger Nuss-Verzehr senkt Risiko für Herzinfarkt).

Ab 17h sollten Sie keine Kohlenhydrate, sondern hauptsächlich Eiweiß (Soja, Topfen, Joghurt, Fisch) essen, weil Eiweiß am wenigsten Insulin verbraucht.

Trinken Sie 2-3l Wasser oder ungesüßten Tee.

 

Vielen Dank für den wichtigen und sehr informativen Vortrag!

Gottfried Bitiste, ADA-BEK Wien-Süd
Dr. Helga Grillmayr (Text)

Viel mehr erfahren Sie im 10teiligen Schulungskurs von Dr. Elcic-Mihaljevic sowie in ihrem mit Prof. Dr. Ludvik und Mag. Feffer verfassten Buch: Essen mit Spaß + aktiv sein mit Maß

Dr. Karmen Elcic-Mihaljevic
Wahlärztin für Allgemeinmedizin
1010 Wien, Riemergasse 10
Tel. 0699-12 15 91 63
Gruppenschulung zum Metabolischen Syndrom
in 10 Einheiten zu je 3 Stunden - Unterstützung für ADA-Mitglieder!

 

 

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