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Zimt und Zucker

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" Zimt und Zucker"

Vortrag von Mag. Wolfgang HLOUSA, Fa. Med Trust,
beim Pumpen Corner am 14. März 07

Zuerst zeigte uns Mag. Hlousa das neue BZ-Messgerät WELLION LINUS - schnell, klein, leicht und handlich, mit großem Display und einer neuen dynamischen Messtechnik zur verlässlichen sicheren BZ-Bestimmung.

Nach Beantwortung einiger Fragen zur ANIMAS-Insulinpumpe erzählte uns Mag. Hlousa Interessantes über
ZIMT und ZUCKER:

Zimt ist eines der ältesten Gewürze, das angeblich schon 3000 v. Chr. in China verwendet wurde. Der Portugiese Vasco da Gama brachte 1502, nach seiner Landung im Jahre 1498 auf der südindischen Insel Ceylon, das heutige Sri Lanka, dieses Gewürz schließlich nach Europa. ab dem 16. Jahrhundert wurde Zimt in Europa in erster Linie als Duo gemeinsam mit Zucker verwendet. Ein Zentrum der Abnahme dieses Gewürzes war Nürnberg (Lebkuchen!). Darüberhinaus hatte Zimt auch in der traditionellen Klostermedizin eine gewisse Bedeutung. Die feine Rinde des Zimtbaumes wird von der äußeren Borke und der Mittelrinde befreit und rollt sich dann von selbst nach beiden Seiten zusammen. Es werden sechs bis zehn Stück der feinsten Innenrinde ineinandergeschoben und man lässt sie trocknen. Je dünner die Rinde, um so feiner ist das Aroma.

Der Gewürzhandel unterscheidet zwischen dem in Sri Lanka heimischen Ceylon-Zimtbaum und dem etwas schärfer würzenden, aus China stammenden Kassia-Zimt. Darüberhinaus gibt es noch Zimtsorten auf den Seychellen, Madagaskar und anderen Gebieten im Bereich des Indischen Ozeans bzw. Süd- und Südostasiens sowie auch Brasilien.

Zimt wird aber auch schon seit Jahrtausenden als Heilmittel eingesetzt:
Aus Sicht der traditionellen Chinesischen Medizin ist Zimt ein anregendes, kreislaufstimulierendes, spannungslösendes und schmerzstillendes Mittel. Aus Sicht der Ayurveda- Medizin wirkt Zimt günstig auf alle rhythmischen Abläufe im Körper. Dazu gehören Herzschlag, Kreislauf und die Atmung.

Aus Erfahrung ist ebenfalls bekannt, dass Zimt einen positiven Einfluss auf das Immunsystem ausübt und desinfizierend wirkt. Außerdem unterstützt Zimt den Stoffwechsel, da er die Darmtätigkeit fördert. Zimt hat antibakterielle Eigenschaften und wirkt auch gegen Pilze (antimykotisch). Als Nahrungsergänzung mit einem therapeutischen Einsatz wird Zimt zur Senkung des Blutzuckerspiegels gegeben.

In den vergangenen Jahren haben sich zahlreiche Forschungszentren in Europa, Asien und Amerika intensiv mit der Wirkung von Zimt beschäftigt.

Eine 2003 veröffentlichte klinische Studie mit 60 Typ 2-Patienten zeigte ein interessantes Ergebnis:
In der Studie erhielten die Teilnehmer entweder 1, 3 oder 6 Gramm Zimt oder aber ein Scheinmedikament (Placebo). Bereits die Gabe von einem Gramm Zimt als Tagesdosis senkte den Blutzuckerspiegel der Studienteilnehmer um bis zu 29 Prozent. Bei der Gruppe, die das Placebo bekam, ließen sich dagegen keine signifikanten Veränderungen feststellen. Eine Nebenwirkung der Gabe von Zimtpulver war zudem eine Senkung des Gesamtcholesterins um 12 bis 26 Prozent, der Blutfette um 23 bis 30 Prozent und des LDL-Cholesterins um 7 bis 27 Prozent.

Die bisherigen Untersuchungen haben jedoch einen Nachteil: Die Wissenschaftler verwendeten keinen standardisierten Zimtextrakt, sondern Handelszimtpulver, das üblicherweise deutliche Schwankungen in seiner Zusammensetzung und Qualität aufweist.

Eine der bemerkenswertesten Arbeiten stammt aus Deutschland. Professor Dr. Eugen Verspohl von der Pharmakologie der Universität Münster publizierte eine Studie, die den insulinähnlichen Effekt wässriger Extrakte verschiedener Zimtsorten auf die Glukoseaufnahme in Körperzellen untersuchte.

Das Studienergebnis war genauso einfach wie verblüffend: Die Zugabe des Zimtextraktes bewirkte ein rasches Absinken des Blutzuckerspiegels auf Normalwerte, aber nicht darunter, so dass in keinem Fall eine Unterzuckerung auftrat. Folglich ist bei Zimtextrakt eine gute Gebrauchssicherheit zu erwarten.
(Quelle: Verspohl EJ et al.: Antidiabetic effect of Cinnamomum cassia and Cinnamomum zeylanicum In vivo and In vitro. Phytotherapy Research. 2005 June 2;19(3):203-206.)

Die Ergebnisse der Studie unterstützen die ergänzende diätetische Verwendung von wässrigem Zimtextrakt, vorzugsweise aus chinesischem Zimt bei Diabetes. Außerdem ist, laut dem auf Pflanzenwirkstoffe spezialisierten deutschen Pharmakologen Dr. Mathias Schmidt, der wässrige Zimtextrakt besser verträglich und allergische Reaktionen lassen sich dadurch vermeiden.

In Österreich sind einige Zimt-Zubereitungen in verschiedensten Darreichungsformen im Handel. Medtrust bietet auch ein entsprechendes Präparat an, nämlich „Wellion ZimtPlus“. Im ZimtPlus ist nicht nur der wässrige 1:12-Extrakt von Cassia vera enthalten (1:12 → d.h., dass 250 mg des Extrakts in der Kapsel einer Rohstoffmenge von 3 g entsprechen). Darüberhinaus sind im Präparat auch noch Ginseng, Chrom und Zink enthalten.

Mag. Wolfgang Hlousa

Vielen Dank für den informativen Abend in geselligem Rahmen und für die Einladung auf unsere Getränke!

Renate Wagner und Gerhard Max

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