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" Lebensstil in der Therapie des Diabetes" Vortrag von Primarius Univ.Prof. Dr. Mario Francesconi, Sonderkrankenanstalt Alland der PVA - Rehabilitationszentrum für Diabetes und Stoffwechsel, bei der ADA-Gruppe Baden am 31. Mai 07 |
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„Was ist Lebensstil? Eigentlich das ganze Leben“, leitete Herr Prim. Prof. Dr. Francesconi seine Ausführungen bei der interessierten ADA-Gruppe in Baden ein.
Wie kann Lebensstil helfen?
Bei Typ 2-Diabetes führen die genetische Veranlagung, Bewegungsarmut und falsche Ernährung dazu, dass die Organe nicht richtig auf Insulin reagieren = Insulinresistenz. Die Insulinresistenz führt zur Anreicherung von freien Fettsäuren (Lipotoxizität), welche die Betazellen in der Bauchspeicheldrüse schädigen. Auch die erhöhten BZ-Werte zerstören die Betazellen (Glukosetoxizität) - Betazelldefekt. Gegen Insulinresistenz wirken Medikamente (Metformin, Glitazone), aber vor allem
BEWEGUNG.
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AUSDAUER-TRAINING
Trainingsintensität: max. 50 - 70 % der maximalen Belastbarkeit
(genau mit Ergometrie bestimmbar) - Trainingspuls: HFr + (HFmax - HFr) x 0,5
- 0,7 Trainingsaufwand: mindestens 2 x 15 min/Wo, optimal: 3-4x/Wo 15-20 min,
Steigerung der Dauer alle 6W (Langzeit)
Ausdauertraining: > 8 min - < 30 min: reiner Glukose Metabolismus (Zuckerverwertung)
30 min - 90 min: Glukose- und Fettmetabolismus
> 90 min: reiner Fettmetabolismus (‚Fettburning‘)
Bedeutung der Langzeitausdauer
Die Effektiviät von
Kraft-Taining
wurde jahrelang missachtet, gewann aber in den letzten Jahren,
belegt durch einige gute Studien, wieder an Bedeutung.
Kraft-Training führt man im Fitness- Studio an Geräten
und mit Therabändern durch - immer unter Anleitung eines guten Trainers!
Je älter man wird, desto eher werden Muskeln durch Fett ersetzt, was die
Insulinresistenz fördert.
Durch Kraft-Training werden
Durch konsequentes Training, am besten einer Kombination aus
Ausdauer- und Krafttraining, vermehren sich die insulinsensitiven Muskelfasern,
was zur Senkung der Insulinresistenz und damit zur Verbesserung der Bludruck-,
Blutfett- und Blutzuckerwerte führt.
ERNÄHRUNG
Wir essen zu viel, zu fett, zu süß, zu salzig, zu wenig Ballaststoffe und zu spät am Abend.
Die wahre Gefahr liegt in der hohen kalorischen Dichte - Fett und Alkohol!
Wie man in dieser Studie sieht, bringt eine fettreduzierte gegenüber einer kohlenhydratberechneten Ernährung den größten Erfolg. Weniger Fett und mehr ballaststoffreiche Kohlenhydrate essen - weniger vom Tier, mehr von der Pflanze! Alkohol ist hochkalorisch und macht Hunger, daher nur zum Essen wenig trinken. Bei der Gewichtsabnahme wird eher die Muskel- als die Fettmasse vermindert. Mit kohlenhydratreicher Ernährung und Bewegung kann man dies hintan halten.
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Sinnvolle Diätempfehlung
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„LEBENSSTIL HILFT!“, beendete Herr Prim. Prof. Dr. Francesconi seinen interessanten Vortrag.
Herzlichen Dank für den informativen Vortrag!
Gottfried Bitiste, ADA-Baden
Dr. Helga Grillmayr (Text)