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Psyche und Diabetes.

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Psyche und Diabetes.
Hat der Diabetes Auswirkungen auf die Psyche?


Vortrag von Psychotherapeutin Susanne GÜNTER

beim ADA - Pumpen Corner am 12. März 08

Für Menschen mit Diabetes gibt es eine Mehrbelastung durch die Krankheit. Dadurch kann es vermehrt auch zu Störungen in emotionalen Bereichen kommen. Im Vortrag sind wir der Frage nachgegangen, welche Bereiche des Lebens für eine emotionale Ausgeglichenheit eine Rolle spielen.

1. Für unsere psychische Befindlichkeit sind folgenden Lebensbereiche wichtig:

Alle Lebensbereiche stehen in Wechselwirkung, sie beeinflussen sich unablässig gegenseitig.

2. Inwieweit kann Diabetes Störungen in der psychischen Befindlichkeit verursachen?

Eine chronische Erkrankung wie Diabetes bedeutet eine andauernde äußere und innere Auseinandersetzung mit der Krankheit.

Dies kann zu einer Mehr- und auch Überbelastung für betroffene Menschen führen. Daraus kann sich wiederum ein Burn out (Ausgebrannt sein) oder eine Depression entwickeln.

Die dazu gehörenden Themen und Störungen können sein:

3. Unterstützungs- und Lösungsmöglichkeiten für eine seelische und körperliche Ausgeglichenheit können sein:

Hilfe von Außen in Anspruch nehmen
durch Klärungs- und Informationsgespräche mit Ärzten, Diabetesberater/innen, Diätassistentinnen (um realistische Ziele zu finden).

Wiederholen von Diabetesschulungen, Teilnahme bei Selbsthilfegruppen, Gespräche mit Psychotherapeut/in, Coach, evtl. unterstützende, alternative Heilmethoden.

Kontakt zu
Freunden, Bekannten, Partner, Familie, Selbsthilfegruppen (+ Fachzeitschriften und Literatur), Haustieren, Sportgruppe (regelmäßige Bewegung mit Gleichgesinnten), Entspannungstraining (zur Stressminderung), Motivationskurse, Hobby (eigene Interessen verwirklichen), Veranstaltungen (Kulturveranstaltungen, Vorträge, Volkshochschule).

Selbsthilfe durch
Humor, Geduld, Erholung, Mut realistische Ziele auszuprobieren, Bewegung, Selbstachtung und Selbstwertgefühl bewahren und fördern, Werthaltungen und Bewertungen neu überdenken, Religiosität, eigene Ressourcen wahrnehmen (Was macht Freude, was hat beim letzten Problem geholfen?).

4. Literaturhinweise:
"Zufrieden leben mit Diabetes" von Dr. H. Grillmayr, Verlag: Hubert Krenn, Österreich
"Selbstbewusst mit Diabetes" von R. Paust, H. Ellebracht, Verlag: Kirchheim, Deutschland
"Diabetes ist meine Sache" von Axel Hirsch, Verlag: Kirchheim, Deutschland
"Psycho-Diabetologie" von K. Lange, A. Hirsch, Verlag: Kirchheim, Deutschland


Für die nächsten kleinen Schritte wünsche ich Ihnen alles Gute und verabschiede mich mit einer Lebensweisheit:
Geteiltes Leid ist halbes Leid - geteilte Freude ist doppelte Freude.

Herzlichen Dank für diesen Abend, der viele Besucher/innen sehr berührt und interessiert hat!
        
Renate Wagner; Gerhard Max und Ingrid Cemper Text: Susanne Günter


Kontakt: Susanne GÜNTER
Psychotherapeutin, Lebens- und Sozialberaterin, Wien
Telefon 0664 12 01 06 70

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