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Bericht über unsere Tätigkeit

Generalversammlung 24.10.2009

Über die Tätigkeit der einzelnen ‚Aktiven’ mit ihren Gruppen kann man besser in unseren ADA-Nachrichten nachlesen als wenn ich jetzt eine lange Liste aufzähle. Die dort geleistete Arbeit kann nicht genug gewürdigt werden … viele Stunden freiwillige Mühen, unendlich viele Gespräche und oft sehr wichtige Hilfestellungen für die einzelnen Betroffenen finden statt. Und besonders die gemeinsamen Walking-Runden oder die Treffen zum Nachtmahlessen sind die Orte, wo dann über Therapievarianten, über Qualität und Vorzüge unserer Ärzte heisse Diskussionen laufen.

Die ADA-Nachrichten – von Dr. Grillmayr eigenständig betreut – sind die wichtigste Termin-Orientierung für unsere Mitglieder – dass diese oft nicht gelesen werden und die Erfahrung zeigt, dass eine zusätzliche Einladung viel mehr Besucher anlockt, ist traurig. Unsere ADA-Nachrichten werden auch mit Berichten über Arzt-Vorträge gut versorgt, so dass in ganz Österreich darüber nachgelesen werden kann. Allerdings ist es schade, dass die Leserschaft immer älter wird und die Nachrichten dadurch Leser verlieren.

Die Internet-Seite www.aktive-diabetiker.at – von Uwe Kassin und unseren Mitarbeitern Benedek, Dangl und Gruber bestens und mit viel Zeitaufwand betreut – gewinnt immer mehr an Gewicht und macht sicher den Verlust der oben erwähnten Leserschaft wett. Hervorragend gemacht und eisern bewacht die allgemeine, auch für Blinde mögliche Zugänglichkeit (es gibt Programme, die einfach vorlesen), was mich verärgert, wenn ich unkommentiert Bilder ins Netz stellen will.

Übergeordnete Organisationen gibt es auch:

die ARGE Diabetiker ist der Zusammenschluss der bestehenden Diabetes-Selbsthilfegruppen (ÖDV, OÖ, Bgld., Kindergruppe Borkenstein und wir), das letzte Lebenszeichen war ein Auftritt im Parlament gemeinsam mit Diabetes-Austria von Peter Hopfinger, der ausser schönen Bildern kein wie immer geartetes Ergebnis brachte. Sprecher dieser ARGE ist Reg.Rat Alois Wagner aus Graz und Min.Rat Dr. Doris Langeder, beide beteiligt an verschiedenen Diskussionsrunden in Gesundheitsministerium und Ages. Die ARGE Diabetiker ist überdies Bestandteil einer Plattform, die sich aus dem Verein der DiabetesberaterInnen, dem OeDG (Diabetologen) und aus ihr zusammensetzt und es zusammengebracht hat, seit vielen Jahren nicht einmal eine Antwort auf ein Schreiben an das Ministerium zu erhalten, von anderen sicher notwendigeren Aktivitäten gar nicht zu reden.
die ARGE Selbsthilfe ist eine Konstruktion, die eigentlich die Aufgabe hat – und dabei gut vorankommt – Behörden einen gemeinsamen Ansprechpartner zu bieten, über welchen immer wieder Einladungen zu Gesprächs- und Nachdenkrunden, Veranstaltungen, etc. kommen, auch Gesetzesentwürfe zum kommentieren, etc.
Sie besteht aus einer Zusammenfassung aller Landes-Dachverbände, die sich ihrerseits wieder bemühen, ihre jeweiligen einzelnen SH-Gruppen zu betreuen, und sie hat Kooperationsverträge mit bundesweit tätigen SH-Gruppen. Landes-Dachverbände sind z.B. in NOe der Dachverband SH, in Wien der SUS und eigenartigerweise ein Verein, der die Obere Augartenstrasse repräsentiert. Finanziell dient die ARGE Selbsthilfe dem Nachweis, wie viel doch von der Politik (und der Pharmig) für Selbsthilfe getan wird, wobei eigenartigerweise diese beträchtlichen Geldmittel durch die innere Struktur am Weiterfliessen an die einzelnen arbeitenden SH-Gruppen gehindert werden. Auch der Fond soziales Österreich fördert nur themenübergreifende Seminare, etc. (wie halte ich einen Vortrag), jedoch nicht krankheitsbezogene Seminare (was sage ich zu Diabetes), denn dies ist durch die WHO nicht erwünscht.

die GOeG – Gesundheit Österreich GmbH – ladet auch manchmal Vertreter von uns zu Denkrunden ein, versucht auch eine Themendatenbank zum Einsammeln von kritiknötigen Bereichen auf die Beine zu stellen … ich hoffe, dass aus den Denkrunden endlich Ergebnisse kommen (z.B. zweite Ebene bei Therapie aktiv) und dass es uns gelingt, die Verbindung zu installieren, bzw. zu beleben.

Über die Diabetes-Therapie in Österreich gibt es negative Nachrichten und einen äusserst erfolgversprechenden Ausblick: – Ergebnisse der Therapie in Österreich sind europaweit am allerletzen Platz http://www.aktive-diabetiker.at/index.php?article_id=124 Bild anklicken) – die St.Vincent-Deklaration, die vor 20 Jahren als zwischenstaatliche Vereinbarung getroffen wurde, um Diabetesfolgen zu reduzieren, wird in diesen Wochen fast nirgends angesprochen, die Reduktion fand nicht statt, sondern es traten weitere Verschlechterungen ein
Positiv – die Krankenkassen haben fast überall Therapie aktiv ins Leben gerufen (www.therapie-aktiv.at) und geben damit den Ärzten die Möglichkeit, sich ihre diabetesbezogene Arbeit besser honorieren zu lassen, und uns, diabetesfite Ärzte zu finden. – Therapie aktiv leidet noch an
o zu geringer Teilnahme von Ärzten
o zu wenig Patienten, die mitmachen wollen, bzw. überhaupt davon wissen

Unsere Einstellung zu Therapie aktiv: – wir fördern dies, wo wir können – wir verweigern die Teilnahme an Symposien, Vorträgen, Treffen ect. wo z.B. nur für ein neues, angeblich besseres Medikament geworben wird, ohne auf die ausreichende Grundversorgung durch Therapie aktiv einzugehen. – wir wollen auch nicht, dass das Rad nochmals neu erfunden wird, sondern hoffen, dass diese gut durchdachte Diabetestherapie flächendeckend und mit leichtem Zugang für jeden von uns eingeführt wird.

Unsere Vorstellungsrunde für Therapie aktiv:
Wir haben uns eine Bildfolge erarbeitet, die auch von NÖGUS und der NOE-GebKK positiv überprüft wurde und die wir – in Gesunden Gemeinden in NOe – in den Wiener Krankenhäusern im 14-Tage-Rhythmus
zeigen und dann mit gefährdeten Patienten diskutieren wollen mit dem Ziel, dass sich diese einen diabetesfiten Arzt als Lebensbegleiter suchen.
Von NOe (NÖGUS) bekamen wir dafür sogar schon eine Subvention, jetzt muss die Arbeit endlich anlaufen.
Auf unserer Seite sind mindestens zehn Mitarbeiter dafür geschult, bei unserem Seminar in Bad Gastein haben wir es vorgestellt.

Seminar in Bad Gastein:
Alle aktiven Gruppenleiter laden wir auch im kommenden Jahr wieder zu einem Seminar ein, und zwar von Do., 3.6. – bis So. 6.6.2010
und ich schlage vor, dass wir die Tage davor, also ab Sa.29.5. dort auf eigene Kosten Urlaub machen, die Berge und das Felsenbad geniessen – ich werde Sonderkonditionen versuchen.

Finanzierungsspiegel im Internet:
Die Pharmafirmen haben untereinander vereinbart, dass alle Zahlungen an SH-Gruppen auf der jeweiligen Homepage nachzuweisen sind. Jeder von uns kann daher nachlesen, wer wieviel Geld erhalten hat. Meine Aufgabe ist es bei allen Beträgen, die nicht von unserer Buchhaltung mit Rechnung belegt sind, Protest einzulegen, denn ich möchte nicht, dass

Einzelzahlungen an Gruppen abseits der Buchhaltung oder

Aufwendung der Pharmavertreter für Anreise, etc.

zu unseren Lasten irgendwo aufscheinen.




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Quelle: www.aktive-diabetiker.at © ADA - Aktive Diabetiker Austria - Mittersteig 4/21, A 1050 Wien