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Die Ganzheitsmedizin etabliert sich immer mehr

Alte Chinesen

Komplementäre Medizin findet auch in der Behandlung der
Zuckerkrankheit Anwendung, doch kaum auf Kassenkosten.

Schon vor ein paar Tausend Jahren haben Menschen mit oft empirisch erworbenem Fachwissen Heilungen vollbracht, die uns heute noch zum Staunen bringen. Zwischendurch sind ja viele Schätze verschüttet worden, die heute nach und nach gehoben und mit aktuellem medizinischem Wissen verwoben werden.

Auf keinem Auge blind

Es ist erst ein paar Jahrzehnte her, seit etwa Akupunktur und Akupressur nicht mehr belächelt, sondern immer mehr ins ärztliche Behandlungsprogramm aufgenommen wurden. Victor Hugo formulierte den Satz: „Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“, und tatsächlich werden komplementäre Therapien zunehmend salonfähig.

„Alternativ“, sagt Ganzheitsmediziner Dr. Gerhard Hubmann, „wäre das falsche Wort und erinnert an manche kostspielige und lebensbedrohende Scharlatanerie, wie wir das immer wieder auch in den Medien verfolgen konnten. Komplementäre Therapieformen, also ergänzend zu den schulmedizinischen Erkenntnissen, und Zusammenführen von komplementärer und Schulmedizin in der ‚Ganzheitsmedizin‘, bringt das Beste aus beiden Welten“, erklärt Hubmann, Vizepräsident der Wiener Internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin in der Therme Wien-Oberlaa sowie Koordinator und Leiter des Zentrums für Integrative Medizin. Motto: „Im Mittelpunkt steht der Mensch.“

Dann kann man Diabetes also auch homöopathisch behandeln?
Dr. Hubmann: „Solange bei der Bauchspeicheldrüse noch eine Regeneration möglich ist, kann sie durch homöopathische Zusatzbehandlung unterstützt werden“, und fügt hinzu: „Wissenschaftlich beweisen lässt sich die Wirkung von Hahnemanns Homöopathie (‚Ähnliches mit Ähnlichem‘) angesichts der starken Verdünnungen (Potenzen) zwar bekanntlich nicht. Aber der individuelle Erfolg kann sich sehen und an Befindlichkeitsindizes festmachen lassen.“ Medizinische Befunde seien nicht das einzige, was den Nutzen von Therapien qualifiziere, sagt Mediziner Hubmann. Und selbst die KritikerInnen der Homöopathie müssen zugeben, dass sie ihre Wirkung auch bei Tieren zeigt, denen man ja nichts einreden kann.

Der ganze Mensch

Maßgeschneiderte homöopathische Arzneimittel kommen nicht aus dem Verkaufsregal der Apotheke, sondern werden genau nach den psychischen und körperlichen Leiden zubereitet. Da zählen dann nicht Einzelbeschwerden, denen man schnell mit rasch wirksamen, vorgefertigten Medikamenten zu Leibe rücken möchte, sondern das Gesamtbild des Patienten und nicht zuletzt das, was sich hinter den Beschwerden verbirgt. Klar, dass dieses Verfahren aufwendig ist und damit Zeit wie Geld kostet.

Von der Gesamtsicht der PatientInnen geht auch die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) aus, eine von der Österreichischen Ärztekammer anerkannte Methode. Kräuterheilkunde, Akupunktur, Massage (Tuina), Atem- und Meditationstechnik Qi-Gong, Bewegungsübungen (Tai Ji Quan) sowie Diätempfehlungen und Ernährungsanleitungen nach den fünf Elementen finden sich unter diesem Dach.

Die Grundstoffe Holz, Feuer, Metall, Wasser und Erde sind nach den Vorstellungen der Traditionellen Chinesischen Medizin verschiedenen Körperfunktionen und Organen – entweder den sogenannten Speicher-[YIN-]- oder den Arbeits-[YANG-]organen – zugeordnet. Sie sollen zueinander im harmonischen Gleichgewicht von „Fülle“ und „Leere“ stehen. Der Spezialist erkennt Disharmonien und sorgt für den wohltuenden Ausgleich, der körperlich fühlbar ist.

Von WHO empfohlen

Stoffwechselerkrankungen wie der Diabetes mellitus, aber auch Übergewicht und Rauchen sind der TCM zugänglich. Die Behandlung wird seit 1979 von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen. Ein ganzheitlich-natürliches Heilverfahren entwickelte der österreichische Arzt Dr. Franz Xaver Mayr. Im Kern geht es um Darmentgiftung und entschlackung. Daraus hat sich die naturheilkundliche Fastenmethode der F. X. Mayr-Medizin entwickelt. Mit der orthomolekularen Nährstofftherapie will man Krankheiten durch gezielte Zufuhr von lebenswichtigen Nähr- und Mineralstoffen verhüten oder heilen. Und bei Phytotherapie (Kräuterheilkunde), Teil der „Traditionellen Europäischen Medizin“ (TEM), sollen ätherische Öle, Bitter-, Gerb- und Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine Besserung bringen. Zimt-rinde zum Beispiel wird als teilweise Blutzucker senkend beschrieben.
Leider bezahlt die Krankenkasse diese eher kostspieligen Therapien im Allgemeinen nicht.

Dr. Hubmann: „Zur Ganzheitsmedizin gehören ausführliche Gespräche, Vollblutanalyse mit Prüfung des Immunstatus und gezielte Therapien über längere Zeiträume. Gerade immunologische Traumata können zu Diabetes führen. Die Therapie ist kompliziert und nimmt Zeit in Anspruch.“ – Aber der Versuch lohnt sich.

Richard Andraschko

Unser Gesprächspartner: Dr. Gerhard Hubmann, Zentrum für Integrative Medizin in der Therme Wien
Wien 10, Kurbadstraße 14

Telefon: 01/680 09-9461
E-Mail: zim@thermewienmed.at
Web: Externer Linkwww.thermewienmed.at

Therapien durch Ärzte mit ÖÄK-Diplom:

  • Traditionelle Chinesische Medizin
  • Homöopathie
  • Neural-therapie
  • Moderne F.X.-Mayr-Therapie
  • Applied Kinesiology
  • Manuelle Medizin
  • Phytotherapie
  • Komplementäre Onkologie




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ARTIKEL EMPFEHLEN | ARTIKEL DRUCKEN | Letztes Update: 31.10.2011 - 17:11 Uhr

Quelle: www.aktive-diabetiker.at © ADA - Aktive Diabetiker Austria - Mittersteig 4/21, A 1050 Wien