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Bericht des Obmanns bei der Generalversammlung 2007

Bericht über das Jahr 2006/2007

Gleichbleibende Mitgliedszahlen können wir auch für das Berichtsjahr melden – wir streichen jedoch jene Mitglieder, die uns soweit ignorieren, dass sie seit 5 Jahren keinen Unkostenbeitrag gezahlt haben, obwohl wir jährlich eine Mahnung senden.
Die Alterssituation, die viele Mitglieder in Heime ziehen oder versterben lässt, ist immer noch drückend.

Immer mehr Gruppen werden jedoch aktiv, wobei sich das Spectrum der Tätigkeit ausweitet. Von Ping-Pong bis Zusammensitzen beim Essen, von Wanderungen bis Volleyball reicht das Programm, die “Vortragsabende mit anschliessender Diskussion” werden allerdings seltener.

Unsere Aktiven sind fleissig. Sie sind der Kern aller Tätigkeiten, zirka 50 Personen bemühen sich, Ihre Ideen im Rahmen unserer Ziele umzusetzen. Das Schulungswochenende für diese Personengruppe am Traunsee war ein Erfolg, besonders im Hinblick auf das “Einanderkennen-lernen, gemeinsame Wege überlegen”.

Das Büro im 9. Wiener Bezirk wird immer mehr benützt, wir haben uns auch – weil Internet-Probleme immer mehr in den Blickpunkt der Kritik geraten – mit einem eigenen Internetanschluss selbständig gemacht.

Die Verwaltung des Vereines läuft weiterhin in ruhigen, möglichst unkomplizierten Bahnen. Buchhaltung, Schriftverkehr (= Mailverkehr) habe wieder vollständig ich persönlich übernommen, unterstützt von Kurt Welz und Traude Fida beim Aufbuchen der einzelnen Beiträge.
Das Drucken von Beitrittskarten, von Plakaten, Flyer, etc. bereitet immer noch viel Zeitaufwand, Andy Radostits ist eine große Hilfe.

Unser Kassier Peter Leeb wacht genau darauf, dass kein Euro unkontrollierte Wege geht – ich möchte den österreichischen Verein sehen, der auch eine so genaue Dokumentation seiner Geldbewegungen hat, inklusive Spendengütesiegel.

Immer wieder werden wir aufgefordert, als Patientensprachrohr aufzutreten. Bei Gesundheitsbehörden, Krankenkassen, Rundfunkdiskussionen wird oft um Teilnahme von einem Vertreter unserer Gruppe gebeten, meist von mir und Herrn Bitiste übernommen. Immer achte ich darauf, dass auch die örtlichen Aktiven dabei teilnehmen können.

Gesundheitsveranstaltungen mit unserer Teilnahme nehmen überhand – es ist meist nicht leicht, genug Mannschaft zur Besetzung der verschiedensten Info-Tische, der Blutzuckermess-Orgien zu finden. Unverständnis gibt es oft bei verschiedensten Messeveranstaltern, die zusätzlich zu unserer Gratisarbeit und Gratisanreise auch noch Standgebühren von uns wollen (aber nicht bekommen).

Interesse finden die Seminare, die uns von den Landes-Dachverbänden geboten werden – es ist mir ein Anliegen, möglichst vielen Aktiven Teilnahmen anzubieten.

Das Sommerlager unserer Jugend – diesmal am Brenner – war so erfolgreich, dass Lisi Reichart schon wieder eifrig ein weiteres plant.

Die Entwicklung einer zufrieden stellenden Therapie für Typ 2-Patienten liegt immer noch sehr im Argen. Im Gegensatz zu Typ 1, deren Betreuung (oft weltbest) in Spitälern erfolgt, wo Ärzte sich für den Patienten die notwendige Zeit nehmen können, ist die Betreuung durch unsere Hausärzte für Typ 2-Patienten durch Zeitnot, Unkenntnis, Nichtbefolgen der state-of-the-art-Regeln (welcher Hausarzt schaut einmal pro Quartal auf einen diabetischen Fuß ?) noch meist auf dem Niveau, welches die Studie schildert, die besagt, dass schlecht betreute Diabetiker

mit 50 Jahren … 10 Lebensjahre
mit 60 Jahren ….5 Lebensjahre
mit 70 Jahren … 4 Lebensjahre verlieren.

Die Disease Management Programme – jetzt “Therapie aktiv” – werden zwar fallweise von den Krankenkassen eingeführt, wir merken aber noch nichts von den Erfolgen durch bestens betreute Patienten (Ausnahme: Oberösterreich).

Und obwohl wir doch alle an einem Strang ziehen sollten, erleben wir von Seiten der Ärztekammern nur – ignorieren – nicht beachten – Gesprächsverweigerung, so dass ich mir schon sehr überlege, die bisherige Zurückhaltung in diesem Bereich aufzugeben und unseren Mitgliedern nahezulegen, sich bei Arztfehlern mit den Patientenanwälten ins Einvernehmen zu setzen.

Wien, im Oktober 2007
Dr. Erich Wolfrum

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