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Toller Service der Firma Medtronic

Reisen mit Diabetes

ADA-Mitglied Barbara Wagner schildert ein Erlebnis, das durchaus auch anderen Diabetikern leicht passieren könnte.

Mein Mann und ich waren im Mai 2013 einige Tage in einem Hotel im Ennstal/Steiermark. Am vorletzten Abend gab meine Medtronic Paradigm Insulinpumpe plötzlich den Alarm „Tastenfehler“, der sich nicht mehr beheben ließ (auch ein Batteriewechsel half nicht).

So kontaktierte ich die 24-Stunden-Hotline der Firma Medtronic, die – wie sollte es in so einer Situation auch anders sein – besetzt war. Ich hinterließ also meine Daten und erhielt nach wenigen Minuten einen Rückruf, bei dem ich der sehr freundlichen Frau mein Problem schilderte. Sie bot die Zustellung einer Ersatzpumpe für denselben Abend oder den kommenden Tag nach unserer Heimkehr an. Ich entschied mich für die Zustellung am selben Tag, da ich so eine stabile Nacht und einen entspannten letzten Urlaubstag haben würde. Ich konnte es jedoch gar nicht glauben, dass ich noch am selben Abend – an diesem doch etwas entlegenen Ort – eine Ersatzpumpe erhalten würde.

Da ich verschiedene Insuline mithatte, spritzte ich vorerst einmal wie vor meiner Pumpenzeit Actrapid als Basis für einige Stunden und für Korrektur und Essen NovoRapid. Der Zucker war natürlich – wahrscheinlich vorrangig aufgrund der Aufregung – bereits bei 300 und ich etwas aus dem Häuschen. Die Nacht wollte ich dann später mit Insulatard abdecken und den kommenden Tag wieder mit Actrapid als Basis versorgen. Aber dazu kam es gar nicht: Um 21:30 Uhr, also ca. 2,5 Stunden nach meinem Telefonat mit der Hotline, fuhr beim „Häuserl im Wald“ ein Taxi vor und ich hatte meine Ersatzpumpe! Die Kosten betrugen EUR 2,– als Trinkgeld für den Fahrer.
Ich machte mich sogleich an die Programmierung – mit Anlaufschwierigkeiten, weil ich nicht gleich das Menü fand, wo man die Sprache einstellt. Die aktuelle Basalrate stand auf der Rückseite meines Sudoku-Hefterls und eine ältere hatte ich im Terminplaner. Vor dem Schlafengehen erwischte mich noch eine Unterzuckerung, vermutlich wegen Überlagerung der Insulinwirkungen; aber jetzt funktioniert alles wieder wunderbar. Am nächsten Tag stellte ich dann noch fest, dass der Bolus-Expert noch einzustellen ist.

Im Prinzip hatte ich alle notwendigen Dinge für eine Versorgung ohne Insulinpumpe mit. Wir waren davor jeweils einen Urlaubstag viele Stunden am Berg; in dieser Zeit hätte der Ausfall schon passieren können; eine Spritze hatte ich frevelhafterweise am Berg nicht mit, weil ich mein Kosmetiktascherl im Quartier ließ (wozu braucht man das am Berg!). Eine Spritze ist daher postwendend ins Verbandzeug des Rucksacks gewandert.

Toll und sehr beruhigend war der Service der Firma Medtronic, wofür ich mich nochmals sehr herzlich bedanke.

Mag. Barbara Wagner




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ARTIKEL EMPFEHLEN | ARTIKEL DRUCKEN | Letztes Update: 26.06.2013 - 10:00 Uhr

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