Logo der Aktiven Diabetiker Austria

Mittersteig 4/21, A 1050 Wien
Telefon & Fax: 01/587 68 94


Artikelanfang:

Sicherheit geht vor!

Helmut Leopold und Thomas Bleier vom AIT Austrian Institute of Technology geben 11 einfache Tipps für den sicheren Umgang mit dem eigenen PC.

1. Aktuelles Betriebssystem

Verwenden Sie immer ein Betriebssystem (z.B. Windows, Mac OS, Linux, iOS oder Android) in der aktuellsten Version. Alte Versionen enthalten oft Schwachstellen, die Angreifer bereits kennen und ausnützen. Wir empfehlen, den automatischen Updatemodus zu aktivieren, den die meisten Betriebssysteme anbieten.

Achtung: Am 8. April 2014 stellt Microsoft den Support für Windows XP ein. Ab diesem Zeitpunkt folgen für dieses Betriebssystem keine neuen Sicherheitsupdates mehr.

2. Aktuelle Software

Auch Anwendungen und Apps müssen stets aktuell gehalten werden. Solche Programm-Updates werden auch „Patch“ genannt und mit einer Versionsnummer kombiniert, z.B. „Skype 6.11.0.102“. Unter Windows bieten viele Programme (z.B. Acrobat Reader, Flash Player, Java) ein automatisches Update-Service an, das aber in jedem Programm separat eingestellt werden muss. Da diese Funktion jedoch nicht von allen Programmen angeboten wird, gibt es hilfreiche Zusatzprogramme wie z.B. Secunia Personal Software Inspector (PSI). PSI vergleicht die Versionsnummern aller auf Ihrem PC installierten Programme mit einer stets aktuellen Datenbank mehrerer tausend Anwendungen und zeigt Ihnen den direkten Downloadlink der jeweiligen aktuellsten Version an. Auf anderen Betriebssystemen wie Linux, MacOS, iOS oder Android können über die integrierten Funktionen der „AppStores“ auch Updates für die Anwendungen installiert werden.

3. Antivirus Programme einsetzen

Verwenden Sie stets ein Antivirus Programm. Hier können auch kostenlose Programme durchaus wirksamen Schutz bieten. Wir empfehlen dabei ausschließlich auf renommierte Hersteller zurückzugreifen. Microsoft bietet für Privatanwender beispielsweise das kostenlose Antivirus Programm “Security Essentials” an. PCs mit dem Betriebssystem Windows 8.1 enthalten dieses Antivirus Programm bereits standardmäßig, für ältere Windows-Versionen kann es kostenlos heruntergeladen werden.

Achtung: Sollten Ihnen beim Surfen dubiose Hinweise unterkommen, wie z.B. „Auf Ihrem PC wurden 100 Viren gefunden!“, ignorieren Sie diese unbedingt. Es handelt sich dabei um sogenannte Scareware, deren Hauptzweck darin besteht, User zu erschrecken und dadurch zum Download eines vermeintlichen Antivirus Programms zu bewegen. In Wirklichkeit werden damit jedoch neue Schadprogramme installiert, die den Weg für neue Viren frei machen. Hier gilt: Hände weg!

4. Firewall

Eine Firewall ist ein im PC eingebautes Sicherungssystem, das diesen vor unerwünschten Netzwerkzugriffen von außen schützen soll. D.h. sie soll regeln, wer auf den PC von extern zugreifen darf. Dies unterscheidet die Firewall maßgeblich von einem Antivirus Programm, dessen Aufgabe es ist, Schadprogramme aus dem Datentransfer bzw. dem lokalen Dateisystem herauszufiltern. Alle modernen Betriebssysteme besitzen standardmäßig eine im System integrierte Firewall. Der User sollte jedoch sicherstellen, dass die Firewall auch aktiviert ist.

5. Passwörter

Verwenden Sie als Passwort niemals offensichtliche Teile wie z.B. Vor- und Nachnamen, Geburtsdatum oder Namen des Haustiers. Sichere Passwörter können am besten durch eine Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen gebildet werden, wobei eine Mindestlänge von 10 Zeichen gewählt werden sollte.

6. Datensicherung

Erstellen Sie regelmäßig Sicherungen (Backups) Ihrer Daten auf externe Speicherträger (z.B. externe Festplatten). Moderne Betriebssysteme beinhalten entsprechende Backup-Programme (z.B. „Time Machine“ bei MacOS).

7. Administratorrechte

Arbeiten Sie an Ihrem PC nicht im Administratormodus. Legen Sie nach der Installation Ihrer Programme einen zweiten Benutzer-Account an, dem Sie keine Administratorrechte zuordnen und arbeiten Sie mit diesem.

8. Spamfilter

Setzen Sie einen Spamfilter ein, wenn Sie mit E-Mail-Programmen arbeiten. Viele kostenlose Email-Anbieter (z.B. GMX.at) und auch E-Mail-Programme wie z.B. Outlook von Microsoft bieten einen integrierten Spamfilter an. Der User kann darin einstellen, von wem er E-Mails erhalten möchte und welche E-Mails im Spamfilter landen sollen. Öffnen Sie keine Anhänge aus solchen Spam E-Mails, sondern löschen Sie diese umgehend.

9. P2P-Filesharing

P2P (Peer-to-Peer) Filesharing wird in den Medien meist mit dem Begriff Internet-Tauschbörse bezeichnet – das direkte Weitergeben von Dateien zwischen Usern im Internet. Da auf diese Weise jedoch auch leicht Schadsoftware verbreitet werden kann, empfehlen wir, Filesharing Netzwerke nicht zu verwenden.

10. USB-Sticks

Verwenden Sie keine unbekannten USB-Sticks oder prüfen Sie diese immer zuerst mit einem Antivirus Programm. Schützen Sie Ihre Daten! Lassen Sie Ihre USB-Sticks nicht herumliegen, vor allem nicht, wenn Sie Dokumente darauf gespeichert haben. Wir empfehlen USB-Sticks nur für den Datentransfer von A nach B zu verwenden und danach die Daten darauf wieder zu löschen.

11. Wi-Fi Hotspots

Vermeiden Sie die Verwendung von unbekannten Wi-Fi Hotspots. Öffentliche Netzwerke sind meist ungesichert und erlauben es Dritten „mitzuhören“ oder sogar den PC mit Schadsoftware zu infizieren.

Eine praktische Anleitung zur Anwendung der Tipps folgt!

Foto: © AIT

Helmut Leopold
Head of Department, Safety & Security Department
AIT Austrian Institute of Technology
A-1220 Wien, Donau-City-Str. 1

Telefon: 050 550 4101
E-Mail: helmut.leopold@ait.ac.at
Web: Externer Linkwww.ait.ac.at

Foto: © AIT

Thomas Bleier
Thematic Coordinator ICT Security, Safety & Security Department
AIT Austrian Institute of Technology
A-1220 Wien, Donau-City-Str. 1

Telefon: 050 550 3115
E-Mail: thomas.bleier@ait.ac.at
Web: Externer Linkwww.ait.ac.at





zurück zur Übersicht


ARTIKEL EMPFEHLEN | ARTIKEL DRUCKEN | Letztes Update: 29.04.2014 - 18:18 Uhr

Quelle: www.aktive-diabetiker.at © ADA - Aktive Diabetiker Austria - Mittersteig 4/21, A 1050 Wien