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Trotz Diabetes 7 Jahre länger leben

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Artikel in Wiener Bezirkszeitung - April 07

Ausgabe 07/2007, Wiener Bezirkszeitung

„Wir sind der Überzeugung, dass in Österreich eines der weltbesten Gesundheitssysteme besteht, jedoch gibt es bei der Diabetesbetreuung eine Fehlentwicklung, für die niemand etwas kann, bei welcher aber nun Handlungsbedarf besteht," so Erich Wolfrum von der Selbsthilfegruppe
"Aktive Diabetiker Austria": Normale Diabetiker werden zwar vom Hausarzt oft aufgefordert, "sich zu halten" sie wissen jedoch meist nicht genau, was dies bedeutet. Nötig wäre eine Veränderung des Lebensstils, der ein sechs bis sieben Jahre längeres Leben ermöglicht und vor allem verhindert, dass die letzten Lebensjahre äußerst unangenehm sind und für die Allgemeinheit sehr teuer werden.
Zn den bekannten und versteckten Diabetikern (700.000 Österreicher) sind noch einmal etwas mehr übergewichtige Personen (Bauchurnfang bei Männern mehr als 100 cm, bei Frauen mehr als 82 cm) mit beginnender Insulinresistenz dazuzurechnen, so Wolfrum zur bz.
Es sei durchaus bekannt, wie Diabetes 2 langfristig zu behandeln ist, aber es würde sich kaum jemand daran halten, so die Kritik Wolfrums am Status quo.
Seine Forderung:

,,Zuerst muss die Frage der Finanzierung geregelt werden. Es haben zwar große Versuche in Oberösterreich nachgewiesen, dass von Hausärzten gut betreute Diabetiker im Iahr zwischen  700.- und    800.- billiger sind als die oberösterreichischen Durchschnittsdiabetespatienten.
Aber ein solches Programm bedeutet, dass große Geldbeträge von den Spitälern zu den Hausärzten umzuleiten sind. Diese ,Finanzierung aus einer Hand muss politisch zuerst einmal beschlossen werden."


Die Forderungen der Selbsthilfegruppe:

Diabetiker mit sicherem Arbeitsplatz lehnen Schulung oder Behandlung in ihrer Arbeitszeit ab, dies muss außerhalb dieser Zeiten möglich werden.
Eine Überweisungvon einem Hausarzt zu einem anderen muss möglich sein, wenn Diabetes vom Hausarzt betreut werden soll - alleine wegen Diabetes wechselt man nicht seinen gewohnten Hausarzt. Und was macht man, wenn dieser nicht in das Programm zur Diabetesbetreuung einsteigt.

Eine zweite Ebene sollte angedacht und installiert werden, also Ärzte, zu welchen der Hausazt jene Patienten senden kann, bei denen seine Versuche erfolglos bleiben.

Krankenkassenambulanzen und Spitäler sollten als dritte Ebene für die schweren Fälle genug Zeit haben und nicht - wie zur Zeit -von den leichten Fallen überlaufen sein.

Diabetiker sollten daraufhören, wenn gesagt wird, dass Bewegung die halbeTherapie ist, und sich wirklich ausreichend bewegen
(Fitness-Zentren, Walking, etc.).
Und sie müssen wissen, dass alle Pillen und Maßnahmen zusammen weniger Nutzen bringen gemessen an der Verschlechterung, die durch Rauchen eintritt.
Ausgabe 07/2007, Wiener Bezirkszeitung    (Kurzzeichen nicht lesbar)

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